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Jedes mal, wenn wir in den Ritter Butzke Headquaters aus irgendwelchen Gründen über diesen Termin sprechen, bekommt mindestens eine der anwesenden Person feuchte Augen. Oliver Huntemann ist selbst für alteingesessene und hochgradig line-up-verwöhnte Berliner Clubnasen noch eine Hausnummer. Auch wenn wir hier ungern mit Begriffen wie „lebende Legende“ um uns werfen – der Mann ist eine verfluchte lebende Legende. Spätestens mit seinen grandiosen Remixen für Underworld, Chemical Brothers oder Depeche Mode hat er sich ins kollektive Techno-Gedächtnis eingebrannt. Umso erstaunlicher ist es, dass sein Label Senso Sounds noch unter die Kategorie Geheim-Tipp fällt. Allzulange wird dieser Status aber sicher nicht mehr aufrechterhalten, wie ein Blick auf den Roster zweifelsohne belegt.

Neben dem Grandseigneur selbst, lässt uns vor allem der Gedanke an Victor Ruiz ein nervöses Zucken durchs Tanzbein fahren. Dieser wird aktuell vollkommen zu recht als der heiße Scheiße auf dem weiten Feld der elektronischen Underground-Klänge gehandelt. Sein Ausnahmetalent beweist er aktuell mal wieder mit seinem neusten Streich: Der Victor Ruiz-Remix des Moby-Klassikers „Go“ bringt zuverlässig jeden Dancefloor zum kollektiven Ausrasten.

Nicht weniger erwarten wir von den anderen Senso-Sounds-Vertretern Dubspeeka, der sich sonst eher im Berghain die Ehre gibt, dem virtuose Live-Act SHADED oder den beiden Hamburger Techno-Urgesteinen Hatzler und Andre Winter. Garniert wird das Ganze von einem Künstler des Typs „jung und aufstrebend“Julian Wassermann. Dieser ist gerade auf dem besten Weg dahin, sich mit eingängigen Synths und hypnotischen Chords europaweit in die Herzen der Clubgänger zu spielen.